

runninGraz goes Lignano Pt. 3
Zum dritten Mal riefen wir zum Trainingslager nach Lignano und soviel wie noch nie folgten dem Ruf.
Donnerstag begann harmlos. Anreise am Morgen, Sonne, Meer, Urlaubsstimmung. Man könnte meinen, das wird gemütlich. Am Nachmittag dann der erste „lockere Dauerlauf“. Locker war daran nur der Gesichtsausdruck von Davide, während die Uhren am Handgelenk verzweifelt Überlastung melden.
Am Freitag schlug das Schicksal zu. 7:30 „aktives Erwachen“. Das klingt nach sanftem Dehnen beim Pool, in Wahrheit springt man verschlafen am Strand herum, während Zorki und Davide so tun, als wäre das pure Lebensfreude. Danach Frühstück, das mehr wie eine letzte Mahlzeit wirkte, bevor es ins Stadion ging. Einlaufen, Koordination, Intervalle. Zorki kommentierte das Ganze mit ernster Miene, als ob es Spaß machen würde. Auslaufen zurück ins Hotel war eher eine kollektive Prozession der Leidenden.
Samstag. Straßentraining. Wettkampfspezifische Intervalle. Schon beim Einlaufen zum Startpunkt fragten sich alle, wieso man Urlaubstage dafür opfert, italienischen Asphalt mit Schweiß zu benetzen. Während Davide mit glitzernden Augen die Runden zählte, ging in den Gesichtern der Teilnehmer langsam das Licht aus. Am Nachmittag dann „trainingsfrei“, was sofort als Poolparty verkauft wurde. In Wahrheit waren es halbnackte Zombies, die ins Wasser kippten und sich nicht mehr bewegten.
Sonntag begann der Tag mit einem langen Lauf bei Sonne, Hitze und kilometerlanges Dahinschleppen. Wer nicht schon am Vortag alles bereute, tat es spätestens jetzt. Danach Zimmer räumen, Strandabschluss und Rückfahrt. Der Ozean blickte uns mitleidig an, als wüsste er genau, was wir durchgemacht haben.
Fazit. Lignano war kein Trainingslager, es war eine Charakterstudie. Espresso ersetzte Schlaf, Nudeln ersetzte Elektrolyte und Zorki sowie Davide ersetzten jede Hoffnung auf Erholung. Am Ende bleibt ein Gefühl: wir sind stärker geworden, das nächste mal jedoch lieber mit Axel.
Wir wissen zwar noch immer nicht, ob es ein Mädchen oder Junge wird, aber es war auf jeden Fall eine gute Zeit!
P.S. Dieser Bericht spiegelt nicht die Meinung der Mehrheit wider und darf gerne mit Humor genossen werden.







